Panel Datenkompetenz für die Wissenschaft:
Von Fachkulturen lernen, in der Breite verankern, Verantwortung stärken
Datenkompetenzen sind in den vergangenen Jahren zu einer zentralen Ressource für Forschung und interdisziplinäre Zusammenarbeit geworden. Datenkompetenzzentren setzen dafür gezielt Impulse. Zwei Entwicklungen geben Anlass, bestehende Schwerpunkte zu schärfen: Mit dem Aufkommen generativer KI treten bekannte Herausforderungen im Umgang mit Daten – etwa Qualität, Dokumentation, Bias und Verantwortung – noch deutlicher zutage. Zugleich bleibt die nachhaltige Verankerung von Datenkompetenz in wissenschaftlichen Strukturen eine zentrale Aufgabe.
In unserem Panel knüpfen wir daran an und fragen: Welche Erfahrungen liegen zu Bedarfen und Wirkungen der Datenkompetenzförderung vor und wie gehen sie in die Weiterentwicklung der Ansätze zum Kompetenztransfer ein? Wie haben sich die Erwartungen an Datenkompetenz in unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen (weiter)entwickelt und was muss angesichts neuer Entwicklungen neu justiert werden? Welche Bedeutung sollte Datenkompetenzförderung im Wissenschaftssystem weiterhin haben?
Die Impulsvorträge eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf Datenkompetenz als Voraussetzung verantwortlichen, datenbasierten Arbeitens. Sie benennen zentrale Herausforderungen und skizzieren Ansatzpunkte für künftige Schwerpunkte der Datenkompetenzförderung.
Wir laden die Datenkompetenz-Community sowie Forschende und Lehrende aller Fächer mit Bezug zu datenbasierten Methoden ein, gemeinsam Erfahrungen zu bündeln, blinde Flecken zu identifizieren und nächste Schritte für die Weiterentwicklung von Datenkompetenzen im Wissenschaftssystem zu diskutieren.
Prof. Dr. Peer Trilcke
Peer Trilcke ist Professor für deutsche Literatur des 19. Jahrhunderts an der Universität Potsdam, wo er seit 2017 auch das Theodor-Fontane-Archiv leitet. 2018 hat er das Potsdamer Netzwerk für digitale Geisteswissenschaften mitgegründet, als dessen Sprecher er seitdem fungiert. Er ist Herausgeber u.a. des "Journal of Computational Literary Studies" (https://jcls.io/) und der "Drama Corpora Platform" (https://dracor.org/). Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Literatur und Kultur des 19.-21. Jahrhunderts, in der Theorie und Praxis des (digitalen) Literaturarchivs sowie in den unterschiedlichen Ausprägungen der Digitalen Literaturwissenschaft, v.a. auch der Computational Literary Studies.
Dr. Katharina Schüller
Dr. Katharina Schüller ist akkreditierte Statistikerin (AEUStat) und zählt zu den führenden Experten für Data Science, Künstliche Intelligenz und Statistik. Zu ihren Top-Themen gehören Datenstrategien, Data Literacy, Daten- & KI-Ethik und Diversity.
Bereits 2003 gründete sie die Firma STAT-UP Statistical Consulting & Data Science, die sie bis heute als CEO leitet. Mit ihrem Team berät sie internationale Top-Konzerne sowie Bundesbehörden dabei, Datenstrategien und Modelle zu entwickeln, um datenbasierte Entscheidungen mit Hilfe von Statistik, KI und Machine Learning zu treffen. Ihr Wissen über Daten und Statistik gibt sie in Vorträgen und Workshops weiter und vermittelt ihre Kompetenz zudem als Bestseller-Autorin.
Weitere Erfolge sind Auszeichnungen wie etwa der Sonderpreis in der Marktforschung von planung&analyse oder der Digital Female Leader Award.