Workshop: Forschungsdaten publizieren in der Filmwissenschaft: Aufbereiten, anreichern, veröffentlichen
Wann: 16.07.2026
Wo: Potsdam Lab, Wissenschaftsetage im Bildungsforum, Am Kanal 47, 14467 Potsdam
Wie können film- und medienwissenschaftliche Forschungsdaten für die Publikation aufbereitet werden? Welche Strategien sind notwendig, um FAIR und nachnutzbar zu publizieren?
Der Workshop zeigt entlang eines praxisnahen Projektbeispiels, wie der Weg zur offenen Publikation aussehen kann – vom Forschungsdatenmanagement bis zur Veröffentlichung auf Repositorien. Neben der Arbeit mit etablierten Metadatenstandards geht es vor allem um konkrete Aspekte des Publizierens: nachhaltige Dokumentation, sinnvolle Strukturierung und Organisation der Daten, Evaluation von Publikationswegen sowie die Bereitstellung in offenen Formaten.Ebenso werden auch kritische Perspektiven zu diskriminierungssensiblen Praktiken in Bezug auf Daten und Metadaten beleuchtet sowie Fragen nach urheberrechtlichen Hürden und Lizenzen diskutiert.
Der Workshop besteht aus Impulsvorträgen, Diskussionen, Übungen und der Möglichkeit, sich über die eigene Forschung auszutauschen. Anhand eines konkreten filmwissenschaftlichen Projektbeispiels erlernen die Teilnehmenden die systematische Aufbereitung eines Forschungsdatensatzes, dessen Anreicherung (exemplarisch mit Moviebarcodes) sowie die Formatkonvertierung und Dokumentation für die Publikation.
Expert:innen führen jeweils in die einzelnen Themenbereiche ein und stehen bei der folgenden gemeinsamen Diskussion und Arbeit als Ansprechpartner:innen zur Verfügung. Im Rahmen des Workshops werden Module einer von QUADRIGA entwickelten Open Educational Ressource (OER) eingesetzt.
Zielgruppe:
Der Workshop steht allen interessierten Wissenschaftler:innen offen. Er richtet sich unter anderem an Film- und Medienwissenschaftler:innen, sowie an Forschende aus angrenzenden geisteswissenschaftlicher Disziplinen.
Teilnahmevoraussetzung:
Bei den Teilnehmer:innen wird kein spezielles Vorwissen vorausgesetzt, ein Interesse an der Arbeit mit Daten in geisteswissenschaftlichen Forschungszusammenhängen sollte jedoch vorhanden sein.
Reisekostenunterstützung:
Für Wissenschaftler:innen, die über keine eigenen Reisemittel verfügen, kann eine begrenzte Anzahl an Reisekostenunterstützungen vergeben werden. Schreiben Sie uns mit inklusive einer groben Kalkulation an quadrigauuni-potsdampde.
Vorläufiger Ablauf:
| 10:00 – 10:20 Uhr | Einführung und Begrüßung |
| 10:30 – 11:00 Uhr | Forschungsdaten und Datenmanagement in der Filmwissenschaft |
| 11:00 - 11:30 Uhr | Session 1: Was ist der Lebenszyklus von Daten? |
| 11:30 – 11:45 Uhr | ☕ Kaffeepause |
| 11:45 – 13:00 Uhr | Filmbestände und Daten offen vernetzt – die AVefi-Infrastruktur mit persistenten Identifikatoren für Filmerbe und Forschung |
| 13:00 – 14:00 Uhr | Mittagspause |
| 14:00 - 15:30 Uhr | Session 2a: Anreichern, aufbereiten, formatieren |
| 15:30 – 15:45 Uhr | ☕ Kaffeepause |
| 15:45 - 17:15 Uhr | Session 2b: Schritte zur Publikation |
| 17:15 – 18:00 Uhr | Abschluss und Ausblick |
Dozierende
Jun.-Prof. Dr. Matthias Grotkopp
Matthias Grotkopp ist Juniorprofessor für Digital Film Studies am Seminar für Filmwissenschaft an der Freien Universität Berlin und leitet am SFB 1512 das Teilprojekt „Intervenierende Weltentwürfe: Audiovisualität der ökologischen Krise“ sowie ein filmwissenschaftliches Arbeitspaket im Berlin-Brandenburger Datenkompetenzzentrum „Quadriga“. Er hat in Berlin und Paris Film- und Theaterwissenschaft studiert und am Exzellenzcluster Languages of Emotion mit einer Arbeit über Filmische Poetiken der Schuld (Berlin/Boston 2017) promoviert – englische Übersetzung Cinematic Poetics of Guilt (Berlin/Boston 2021). Er war Post-Doc an der Kolleg-Forschungsgruppe „Cinepoetics – Poetologien audiovisueller Bilder“ (2015-2024) und zeitweise deren stellvertretender Sprecher.
Derya Demir
Derya Demir studierte Filmwissenschaft und Publizistik in Berlin und bewegt sich an der Schnittstelle von Kino, Kultur und digitaler Forschung. Seit 2024 arbeitet sie im Bereich der Digital Humanities zu digital gestützen Methoden der Filmanalyse sowie zur Organisation und Publikation von Forschungsdaten. Parallel ist sie in Forschung und Lehre tätig, mit besonderen Schwerpunkt auf Filmtheorie und -ästhetik. Darüber hinaus arbeitet sie als Moderatorin auf Filmfestivals und anderen Kulturveranstaltungen, darunter das Filmfestival Max Ophüls Preis.
Jasper Stratil
Jasper Stratil ist wissenschaftlicher Projektkoordinator an der Deutschen Kinemathek im DFG-Projekt „AVefi“ (Automatisiertes Verbundsystem für audiovisuelle Bestände über einheitliche Filmidentifikatoren). Zuvor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Kolleg-Forschungsgruppe „Cinepoetics – Poetologien Audiovisueller Bilder“. Er studierte Filmwissenschaft, Geschichte und Psychologie in Berlin und Amsterdam. Von 2016 bis 2021 forschte er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der BMBF-Nachwuchsgruppe „Affektrhetoriken des Audiovisuellen“ zu audiovisueller Rhetorik und Methoden digitaler Filmanalyse.